Litauen - Interessantes und ReiseberichteDas Land am Nemunas (früher Memel)
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Über Litauen (Lietuva):
Das Bier (Alus):
Es wird vielleicht manchen überraschen, aber Litauen hat eine richtige
Bierkultur. Es gibt dort eine erstaunliche Anzahl an Biersorten und diese
sind so verschieden wie in Deutschland. Oft sind Starkbiere erhältlich,
die mehr als 7,5% Alkohol enthalten, auch helle Sorten. Der Kaffee (Kavos):Es gibt in Litauen eine Art Kaffee zu trinken, die sich mir (und auch den Litauern) als "litauischer Kaffee" im Gedächtnis geblieben ist. Das ist meistens "Jacobs Krönung" Kaffepulver in der Tasse oder Kanne aufgebrüht. Das spart doch erheblich an Aufwand. Nur das Filtern mit den Zähnen braucht Übung... Wer eine Reise tut:
Nach Litauen zu Reisen ist eigentlich sehr einfach wenn man weiss wie.
Nur die grosse Distanz ist nicht zu vernachlässigen. Wer schnell
mal für ein paar Tage dort hin will, der sollte mit dem Flugzeug
reisen. Dafür gibt es verschieden Flugverbindungen nach Vilnius
in teils recht unterschiedlichen Preislagen. Das reicht von Sonderangeboten
im Internet ab 175,- Euro plus Kosten, bis zu ca. 1500 Euro. Wer sich
Mühe macht zu suchen und flexibel ist, kann so doch einige Euro
sparen. Und schnell geht es auch noch. Stuttgart - Vilnius direkt sollte
in ca. 3 Stunden möglich sein. Sportmöglichkeiten:
Litauen is relativ flach, und hat viel Schnee im Winter. Kurioserweise
ist Schlittschuhlaufen deshalb meist nur in der Halle möglich.
Inlineskating machen dort nur die jüngsten, weil die erwachsenen
sowieso beim arbeiten sind und die Wege zum teil in einem allzuschlechten
Zustand dafür. Auch das Radfahren ist dort nicht so verbreitet
wie hier, teils auch wegen des Strassenzustandes. Das Essen:
Essen in Litauen ist kein Problem, es erinnert an die deutsche Küche,
auch wenn es ein paar wenige Dinge gibt, die manchem Deutschen exotisch
anmuten. Aber ich habe auch noch keinen Litauer dazu gebracht, hier
saure Kutteln zu essen... Einkaufen:Der Kurs des Litas wurde dieses Jahr (2002) auf den Euro fixiert, und beträgt 3,4528 Litas für 1 Euro. In Litauen gibt es nahezu alles zu kaufen, besonders in den riesigen Supermärkten wie Maxima. In Vilnius hat diesjahr ein neuer Hypermaxima eröffnet. Es erinnert stark an Frankreich mit seinen Supermärkten auf der grünen Wiese. Noch sind einheimische Produkte vergleichsweise billig zu haben. Importware kostet soviel wie in Deutschland auch. An der Küste gibt es überall auch Bernstein zu erstehen, hier ist ja auch die Quelle dafür. Lediglich die Zollbestimmungen machen einen Strich durch die Rechnung beim allzu grosszügigen Einkaufen. |
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Die Litauer:Die Litauer zählen sich nicht zu den slawischen Völkern. Sie sind Balten und haben eine eigene Kultur und Sprache. Auf ihre Eigenständigkeit legen sie viel Wert, und wer sich ein bischen in die Geschichte einliest, erfährt doch allerhand interessantes. Auch dass wir deutsche Kreuzritter damals, im 13'ten Jahrhundert gegen sie verloren hätten...Allgemein gelten sie als liebenswürdig und herzlich, wovon sich jeder vor Ort überzeugen kann. Die Gastfreundschaft ist durchaus ernst zu nehmen und ein Besuch schadet nie, es sei denn der eigenen Leber. So fällt es manchmal schwer, nein zu sagen. Was mir, männlicherseits, auffiel, waren die vielen hübschen jungen Frauen in den Strassen der Städte, von denen einige trotz eisiger Kälte von -5° noch im Minirock unterwegs waren. Als Erklärung hierfür gaben sie mir die grosse Konkurenz an. Was darauf schließen lässt, dass es mehr Frauen als Männer gibt. Jedenfalls fällt es nicht schwer, Anschluss zu finden, wenn man mal mit einem Litauer(in) Kontakt geschlossen hat. Das spricht sich schnell herum und schon sind viele Freunde(innen) da, um den Gast kennenzulernen. Anfangs mag etwas Schüchternheit eine leichte Hürde zu sein, aber wer sich nicht gerade unfreundlich und respektlos gibt, wird keine Probleme haben.
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Sprache:Sprachlich ist das nicht ganz so einfach, wie mir manche Litauer glauben machen wollten. Die Unterschiede zwischen deutsch und litauisch sind doch erheblich. Im Supermarkt mag man ja noch etwas aus dem Regal nehmen können, aber spätestens wenn etwas gefragt wird, ist gleich Ende mit Globetrotterwissen. Sollte die Hoffnung auf Fremdsprachenkenntnisse der anderen nicht zutreffen, dann hilft nur noch jemanden Fragen.Die Litauer haben in der Schule Englisch und auch Deutsch, deshalb trifft sich oft jemanden, der weiterhelfen kann. Und so kommt man schon wieder ins Gespräch und lernt neue Leute kennen. Wer sich für die Sprache interessiert, muss sich schon etwas bemühen, da es in deutschen Buchläden nicht gerade eine Auswahl an litauischen Büchern gibt. Hier ist oft Litauisch irgendwo nach Indonesisch und Kisuaheli zwischen Lingala und Madagassisch angelegt. Das ist insofern erstaunlich, da viele Deutsche in Litauen einmal ihre Heimat hatten. Viel hilft so ein Buch nicht weiter, da braucht es schon was "dickeres". Und die Grammatik darf nicht fehlen, auch wenn der Gedanke an "sieben Fälle" schon weh tun kann. Das allein wäre nicht so schlimm, wenn es da nicht auch noch die sprachlichen Unterschiede in Litauen selbst gäbe... Aber nur Mut, die Litauer verstehen sich ja auch (nicht immer), also wird es irgendwann auch mal ein Fremder schaffen, diese Sprache zu beherrschen. |
Polizei und Verkehr:Litauen hat einige Autobahnen, und ist mit dem Auto recht gut zu befahren, abgesehen von den Schlaglöchern. Zu Beachten sind einige Dinge: Deutsche Autos sind "beliebt" und werden gerne genommen. Das trifft auch auf die eigenen Fahrzeuge zu, aber Deutsche gelten immer noch als reich.Die Geschwindigkeitsbestimmungen sollten beachtet werden, auch wenn es andere nicht tun. Die wissen wie sie sich herausreden können, aber versuchen Sie mal auf litauisch, russisch oder polnisch ihr Fehlverhalten zu erklären. Da kann auch hier Freundlichkeit vielleicht weiterhelfen. Überhaupt werden ausländische Fahrzeuge gerne kontrolliert, was aber nur dem Diebstahl vorbeugen soll. Mitzuführen sind deshalb sämtliche Papiere mit internationalem Führerschein. Achtung auf den Autobahnen: Fussgänger und Radfahrer! Langsam fahren bei Fussgängerüberquerungen über die Autobahn. Jemanden mitzunehmen ist dort noch üblich, da die Verbindungen nicht immer gut sind. Nur Nachts würde ich das nicht tun. |
Dokumente und Zoll:Die Wartezeiten sind für den ungeübten etwas lang. 2,5 Stunden bei eisiger Kälte am polnischen Zoll sind durchaus normal, es war schon schlimmer.Auch kann die Formalität eine etwas verwirren, da zum Teil fünf Posten mit einem Laufzettel zu durchfahren sind, bevor man durch ist. Reisepass ist Pflicht, aber Visum ist nicht mehr nötig. Nur für die russischen Gebiete wie Kaliningrad (Königsberg) und Weissrussland. Aber man kommt ja direkt von Polen nach Litauen oder über die Fähre. Nicht vergessen sollte man eine Auslandskrankenversicherung, da es durchaus mal passieren kann, dass man krank wird. Aktuell war, dass vermehrt die Reisebusse die aus dem Osten nach Deutschland kommen vom Zoll kontrolliert werden. Das passiert meistens an Raststellen und an den Haltepunkten. Es ist ratsam, das Gepäck entsprechend so gepackt zu haben, dass es leicht zu öffnen und zu durchsuchen ist. Sonst kann es auch mal länger werden und der Anschlusszug oder -bus ist weg. Die Regel gilt, wer meckert wird besonders gründlich kontrolliert. |
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| Weitere Info zu Litauen: |
Viel umfassendere Information finden Sie u.a. auf der Seite Litauen-Info - Dort gibt es auch Links zu vielen weiteren Seiten. Für Litauer und die es verstehen: http://www.svetaine.de/ Litauische Botschaft: http://www.botschaft.lt/ Wer die Sprache nicht kann: http://led.ot.lt/webled/index.html
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© Frank König |